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Amphibien in Vorarlberg: Der Wasserfrosch

16.05.2011 | Keine Kommentare

  

Hallo Ihr Lieben!

Wie versprochen, bringe ich nun den zweiten Teil der Serie “Amphibien und Reptilien” in Vorarlberg.

Bereits vor einigen Tagen berichtete ich auf meinem Blog, dass ich auf eine sehr interessante Dokumentation über jene Spezies gestoßen bin und euch diese gerne vorstellen möchte. Das Umweltbüro Grabher mit seinem Team hat im Auftrag der inatura in den Jahren 2003 bis 2007 die Amphibien und Reptilien Vorarlbergs kartiert und vorhandene Dateien zusammengeführt (www.herpetofauna.net). Mit dieser Serie könnt sowohl ihr, als auch zugegeben ich, einiges über diese Spezien unsere heimische Fauna erfahren.

Heute darf sich der Wasserfrosch vorstellen…

Wasserfrösche (Rana lessonae und Rana kl. esculenta)

Merkmale

- grüne bis grünbraune Grundfarbe, meist mit dunklen Flecken, häufig helle Rückenmittellinie
- Männchen mit zwei weißen Schallblasen
- zwischen 4,5 und 9 cm groß
 
Die europäischen Wasserfrösche bilden einen Komplex aus mehreren nahe verwandten Arten und Mischformen. In Vorarlberg sind der Kleine Wasserfrosch (Rana lessonae) und der Teichfrosch (Rana kl. esculenta) heimisch. Nur der Kleine Wasserfrosch ist eine eigene Art. Der Teichfrosch ist ein Hybrid aus Kleinem Wasserfrosch und Seefrosch (Rana ridibunda), der inzwischen in Vorarlberg ebenfalls an einigen Stellen vorkommt. Alle drei Formen sind untereinander fortpflanzungsfähig. Eine sichere Bestimmung ist nur durch eine genaue Vermessung der Tiere möglich.

Lebensraum und Verbreitung

vegetationsreiche Weiher, Teiche und Kleinseen, aber auch bewachsene Flachufer großer Seen und Altarme werden besiedelt. Tagsüber lassen sich Wasserfrösche häufig beim Sonnen am Gewässerrand beobachten. Bei Gefahr retten sie sich mit einem Sprung ins Wasser. Dank der gut entwickelten Schwimmhäute an den Hinterfüßen sind sie hervorragende Schwimmer. Auf dem Speiseplan der Wasserfrösche stehen hauptsächlich Insekten. Sie fressen aber auch Schnecken, Würmer und andere Amphibien.
In Vorarlberg sind Wasserfrösche schwerpunktmäßig am Bodensee und im Rheintal verbreitet. Sie kommen hauptsächlich in Höhenlagen unter 500 m Meereshöhe vor.

Fortpflanzung

Während der Paarungszeit von Ende April bis Anfang Juli bilden die Wasserfroschmännchen oft große Rufgemeinschaften und veranstalten eindrucksvolle “Froschkonzerte”. Wasserfrösche legen mehrere kleine bis mittelgroße Laichballen ab. Die Kaulquappen schlüpfen nach wenigen Tagen und entwickeln sich in fünf bis zwölf Wochen zu kleinen Fröschen.

 

Feinde und Gefährdung

Zu den Feinden zählen Raubtiere wie Fuchs und Marder, Vögel wie Reiher und Störche, aber auch große Raubfische und die Ringelnatter. Die Kaulquappen werden von Fischen, Molchen und räuberischen Insekten erbeutet.
Lebensraumverlust und Fischbesatz in den Laichgewässern sind die wichtigsten Gefährdungs- ursachen.

 

Bis bald,

Eure Karin :-)

 Bleibt mir nur noch eines zu sagen: “Türlich, türlich, alles klar?”

 Mein heutiger Musik-Tipp :

Jan Delay & Disko No. 1 - Türlich, Türlich

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