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Aktuelles Thema: Kastrationspflicht für Katzen

29.03.2011 | 5 Kommentare

Hallo Ihr Lieben!

Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole - oder wie schon oft - in philosophische Diskussionen verwickelt werde: Es besteht nach wie vor bundesweit Kastrationspflicht von Hauskatzen. Dies gilt sowohl für Kätzinnen, als auch für Kater, welche geschlechtsreif sind! ACHTUNG: Darunter fallen auch sie sogenannten “Herbstkätzle” vom vergangenen Jahr.

Ausnahmen: Bauernhofkatzen (haben offensichtlich eine starke Lobby) und Katzen welche kontrolliert zur Zucht verwendet werden. Aber nicht, das Jemand auf die Idee kommt und angibt, die eigenen Hauskatzen zu züchten. Dieser Trick funktioniert nicht wirklich!

Der Kastration an sich ist ein Routine-Eingriff und relativ schnell “erledigt”. Da die Operation unter Narkose gemacht wird, ist sie für das Tier vollkommen schmerzfrei.

Finanzielle Unterstützung

Dank einer Stiftung und der Landesregierung gibt es in Vorarlberg die Möglichkeit einer finanziellen Unterstützung. Die teilnehmenden Tierärzte verzichten bei der so genannten “Katzenkastrieraktion” auf 25 Prozent ihres Honorars.

Wie oder wer wird unterstützt?

Die Kosten für die Kastration von verwilderten Streuernkatzen werden zu 100 Prozent übernommen. Katzen von Bauerhöfen oder von sozial Schwachen zu 50 Prozent.

Wie fange ich eine verwilderte Streunerkatze?

Verwilderte Streunerkatzen stellen ein großes Problem dar. Und das nicht irgendwo in einem fernen Land. Sondern auch in Vorarlberg. Eine einzige von den “Wildkatzen” ist in der Lage ein ganzes Biotop auszuräubern! Die Vermehrung erfolgt rasant. Innerhalb zwei, drei Jahren sind es statt ursprünglich einer verwilderten Streunerkatze, dann mehrere Dutzend, die sich in dem Revier ausbreiten.  Da hilft nur eines: Konsequent kastrieren!

Für das Einfangen der Streunerkatzen gibt es spezielle Lebendfallen. Gegen eine Kaution von 100 Euro können sie entweder bei einem Tierarzt, bei Tierschutzorganisationen oder auch bei uns im Tierheim ausgeliehen werden. Das Geld wird umgehend bei der Retournierung der Falle wieder ausbezahlt.

Was geschieht dann mit der kastrierten Streunerkatze?

Verwilderte Hauskatzen werden nach der Kastration wieder vom Tierarzt abgeholt und DORT AUSGESETZT wo sie ursprünglich herkommen.

Noch Fragen?

Kein Problem! Für Auskünfte steht Ihnen unser Team (Telefon: 05572 - 296 48), Ihr Tierarzt oder Ansprechpersonen der nächstgelegenen Tierschutzorganisation gerne zur Verfügung.

Denkt daran: KASTRATION VERHINDERT TIERLEID!

In diesem Sinne!

Eure Karin :-)

Noch ein guter Laune-Song zum Abschluss! Wünsche euch ein schönes Tägle…

 

 Sting - Englishman in New York

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5 Kommentare

  1. kandres

    Kastration von Katzen versteht sich durchaus mit Tierschutz! Im Gegenteil: Kastration verhindert Tierleid! Denn jährlich werden hunderte von Katzenwelpen erschlagen, ertränkt oder “landen” bestenfalls im Tierheim. Allein bei uns etwa 300 im Jahr.

  2. angebecht

    Obwohl ich durchaus derselben Meinung bin und meine Katzen seit jeher kastrieren lasse, ABER: Wie verträgt sich das mit dem Tierschutzgesetz “Operative Eingriffe (Kastration incl.)nur bei medizinischer Indikation”?

  3. kandres

    @GreekPolice
    Es handelt sich “nur” um 100 Euro Kaution. Eine Falle genügt! Das bedeutet, eine Katze fangen, kastrieren und wieder auslassen. Und dann die nächste…Beim Retournieren der Fallen bekommst du dein Geld umgehend wieder retour.
    Und die Angelegenheit Tierarzt mit Hausbesuch: “lach”…vielleicht findest du einen…

  4. GeekPolice

    Oh Gott… bei mir auf dem Grundstück und drum herum “leben” ein halbes Dutzend verwilderte “Streunerkatzen”. Und die sind auch regelmäßig am “schnakseln”… mitunter darf ich Voyeur spielen.

    600 € Kaution für die Fallen? Woher nehmen außer stehlen? Da würde es sich ja fast lohnen, käme der Tierarzt mit seinen Messerchen mal ZU MIR, anstatt umgekehrt? Ich stelle auch ein Flascherl Wein kalt…

  5. milmus

    Mein Mann auch, das sind halt die Triebe der Natur - Pur, leider

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